Corona : Informationen fürs Homeschooling

Corona | Hilfe für temporäre Homeschooler

Nachdem viele von uns zu die Zeit Hause mit Familie und Kindern verbringen, habe ich hier ein paar Informationen zusammengetragen, von denen ich hoffe, dass sie dem einen oder anderen ein bisschen weiterhelfen.

Organisation

Zu allererst ist es wichtig, Lernzeiten einzurichten. Je nach Familienstruktur, Alter der Kinder und persönlicher Vorliebe sowie natürlich eventuellen Vorgaben im Home-Office der Eltern, können diese früher oder später angesetzt werden. Wichtig ist, dass es eine Struktur mit zeitlichen Begrenzungen gibt.

Wie ich aus eigener Erfahrung mit drei Kindern in drei verschiedenen Schulen weiß, ist das Ausmaß der Arbeitsaufträge oft sehr unterschiedlich von Schule zu Schule. Hier zu sagen, freie Zeit gibt es, wenn alles ereldigt ist, kann nach hinten los gehen. Kind 1 ist vielleicht nach zwei Stunden fertig, Kind 2 hat vier Stunden täglich zu erledigen und braucht zwischendurch eine Pause, obwohl es sogar in einer niedrigeren Schulstufe ist.
Manche SchülerInnen haben auch online-Klassen, die es einzuhalten gilt.

Selbständigkeit fördern

Damit die Kinder möglichst selbständig arbeiten können und die Eltern nicht den ganzen Tag damit verbringen, Arbeiten zu organisieren, zu drucken und einzureichen, sollte man sich ein- oder zweimal die Zeit nehmen, die online-Strukturen der jeweiligen Schulen gut zu erklären. Wird z.B. mit Teams gearbeitet, seht euch zusammen mit dem Kind ein Einführungsvideo an (z.B. hier, und speziell für Schüler das Video 5) oder Ihr erklärt es selber, wenn Ihr euch schon gut auskennt.

Kalender und Erinnerungen

Hilfreich ist es auch, einen Kalender (z.B. mit Google Calendar) einzurichten, der bei Kindern, die ein Smartphone haben, auch hier direkt Erinnerungen schicken kann. Natürlich kann man auch mit einem normalen Kalender arbeiten, ein Familien-Wandkalender hat sich bei uns bewährt.

Was wird zuerst ereldigt?

Morgens sehen sich die SchülerInnen die neuen Aufträge an, laden Dokumente herunter und schicken, wenn das möglich ist, per WeLan Dokumente an den Drucker, die per Hand ausgefüllt werden müssen. Ich freue mich immer, wenn ich selber bei der Arbeit am Computer sitze und der Drucker neben mir loslegt. So weiß ich, dass im Wohnzimmer gearbeitet wird (und kann nebenbei nachsehen, an was gerade gearbeitet wird.)

Zeit, alle Termine einzutragen – es zahlt sich aus!

Dann werden wichtige Termine wie Videokonferenzen und Abgabetermine in den Kalender eingetragen, der normalerweise automatisch eine Erinnerung schickt. Wer besonders versiert ist, kann die Termine auch teilen, so sehen auch die Eltern, was ansteht.
Anleitungen gibt es dazu im Internet, z.B. unter diesem Link.

Nach spätestens eineinhalb Stunden sollte eine Pause eingelegt werden, auch hier helfen der Kalender oder die Weckerfunktion am Handy.

Liste für Arbeitsaufträge

Eine unserer Töchter macht sich seit neuestem zuätzlich jeden Tag eine Liste am Computer, bei der sie die erledigten Arbeiten abhaken kann. Hier ein Beispiel (Word-Datei).
Natürlich geht das auch per Hand geschrieben und manche Schulen (die Volksschule unseres Sohnes z.B.) stellt selber solche Listen ausgedruckt zur Verfügung, das macht es natürlich viel einfacher.

Zeit für Fragen und Hilfen

Speziell wenn Mama und/ oder Papa im Home-Office oder auch außerhalb arbeiten, ist es sinnvoll, Zeiten für Fragen und Hilfestellungen auszumachen. Nach den ersten zwei Wochen Corona-„Pause“ bin ich wegen der dauernden „Mamaaaa…??“-Rufe schon völlig daneben gewesen, gefühlt alle paar Minuten habe ich den Faden bei meiner eigenen Sache wieder verloren. Ich habe den Kindern dann vorgeschlgen, mich wenigstens mit anderen Namen zu rufen und jeder durfte sich einen Namen aussuchen. Seitdem höre ich eben „Peppa Pig…??“ (Tochter eins), „Rainbow…??“ (Sohn) oder „My Little Pony…?“ (Tochter zwei). Sehr amüsant, aber trotzdem noch zu viel.

Also schreiben meine Kids jetzt ihre Fragen auf und ein- oder zweimal am Tag werden die Fragen dann besprochen. Am Nachmittag sehe ich auch noch mal nach, ob wirklich alles erledigt wurde und natürlich brauchen sie auch mal Hilfe beim Scannen, Schicken, Hochladen etc.

Elektronische Geräte

Da bei uns nur eins der drei Kinder ein Smartphone hat und sie sich einen Laptop teilen müssen, haben wir zusätzlich ein Tablet angeschafft (gebraucht bekommt man schon ab 50 € etwas Brauchbares). Darauf sind die Lernapps wie Anton und ein Browser für Padlet, Antolin und andere Websites, die die Kinder benutzen sollen, sowie eine eingeschränkte youtube-App, da bei den Arbeitsaufträgen immer wieder Videos anzusehen sind auch die bewegte Pause z.B. mit Ugotchi gut funktioniert.

Auf dem Tablet gibt es einen Haupt-User (mich) und für jedes Kind ein eigenes Benutzer-Profil, je nach Schulstufe und Alter mit den entsprechenden Apps und Restriktionen. Die Profile sind mit Passwörtern geschützt. D.h., jedes Kind muss zu mir oder Papa laufen, wenn es auf seinem Profil etwas erledigen muss (oder mal ein Spiel spielen oder mit Freunden chatten darf – was auch wichtig ist, wenn sie sich nicht live sehen können!).
Hier sind wir wahrscheinlich strenger als andere Eltern, aber wir finden, die Kinder verbringen alleine mit der Erledigung der Arbeitsaufträge schon sehr viel Zeit an Computer und Tablet, da sollten sie nicht noch freien Zugang zu Videos, Spielen und Social Media haben.

Sollte jemand Hilfe bei der Einrichtung dieser Benutzerprofile benötigen, stelle ich hier gerne eine Anleitung ein.

Im großen und Ganzen ist es mit diesen Maßnahmen doch einfacher geworden und die Kinder haben das Gefühl, etwas Kontrolle über den Arbeitsaufträge-Wust zu haben.

Links

Ich werde diese Seite weiter updaten und hier auch eine Link-Liste mit erprobten Links einstellen, die für uns gut funktionieren. Also schaut wieder vorbei!

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Tipps ein wenig weiterhelfen und wünsche euch allen gute Gesundheit und starke Nerven!

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